Was Bauantrag und Baugenehmigung kosten
Die Gebühr für die Baugenehmigung bemisst sich fast überall am Wert des Bauvorhabens, nicht am Aufwand der Behörde. Eine bundesweit gültige Zahl gibt es nicht - maßgeblich ist die Gebührenordnung Ihres Bundeslandes bzw. die Satzung Ihrer Kommune. Die Behördengebühr ist zudem selten der teuerste Posten: Planung, Statik und Vermessung kommen meist obendrauf.
| Bemessungsgrundlage | meist der Rohbauwert - Brutto-Rauminhalt bzw. Fläche, multipliziert mit einem Wert je Einheit |
|---|---|
| Auch eine Ablehnung kostet | ja, meist zu einem reduzierten Satz - die Behörde hat geprüft, unabhängig vom Ergebnis |
| Nebenkosten | Entwurfsverfasser, Statik, amtlicher Lageplan, Nachweise - oft der größere Posten |
| Bundesweite Zahl | gibt es nicht - Gebühren sind Landes- und Kommunalrecht |
Zuständige Stelle
Zuständig für Fragen und neue Dokumente ist das Bauamt. Adresse, Öffnungszeiten und Termine an Ihrem Wohnort finden Sie hier:
Wonach sich die Gebühr bemisst
Übliche Bemessungsgrundlage ist der Rohbauwert beziehungsweise die geschätzte Herstellungssumme: Brutto-Rauminhalt oder Fläche des Vorhabens, multipliziert mit einem in der Gebührenordnung festgelegten Wert je Einheit. Auf diesen Betrag wird ein Promille- oder Prozentsatz angewandt. Deshalb steht die Berechnung des Rohbauwerts in den Bauvorlagen.
Praktische Folge: Die Gebühr wächst mit dem Bauvorhaben. Ein Anbau kostet weniger als ein Neubau, und ein Mehrfamilienhaus deutlich mehr als ein Einfamilienhaus - unabhängig davon, wie lange die Sachbearbeitung tatsächlich dauert.
Woraus sich die Gesamtkosten zusammensetzen
Drei Posten, die regelmäßig übersehen werden
Was in der Rechnung fehlt, wenn man nur die Grundgebühr ansetzt
- Eine Ablehnung kostet auch. Die Behörde hat geprüft, die Gebühr fällt an - oft ein reduzierter Satz, aber nicht null. Das ist das stärkste Argument für eine Bauvoranfrage, wenn der Ausgang unsicher ist.
- Abweichungen und Befreiungen werden gesondert berechnet. Wer vom Bebauungsplan abweicht oder eine Abweichung von Abstandsflächen braucht, zahlt dafür zusätzlich.
- Beteiligte Stellen können eigene Gebühren erheben - Denkmalschutz, Naturschutz oder die Straßenbaubehörde rechnen teils gesondert ab.
Die Nebenkosten sind meist der größere Posten
Die Behördengebühr ist selten das Teuerste am Bauantrag. Dazu kommen:
- Entwurfsverfasser - Planung und Bauvorlagen, üblicherweise nach Leistungsphasen abgerechnet
- Statik und weitere Nachweise durch die Nachweisberechtigten
- Amtlicher Lageplan vom Vermessungsingenieur oder Katasteramt
- Nachweis des Wärmeschutzes nach dem Gebäudeenergiegesetz
- Gutachten, wo das Grundstück sie erzwingt - Bodengutachten, Schallschutz, Artenschutz
Wie Sie die Kosten verlässlich erfahren
- 1. Gebührenordnungdes Bundeslandes ansehen - dort stehen Bemessungsgrundlage und Satz.
- 2. Bauamt fragennach der Satzung und nach üblichen Größenordnungen für vergleichbare Vorhaben.
- 3. Entwurfsverfasser fragener kennt die örtliche Praxis und rechnet den Rohbauwert ohnehin aus.
Bei unsicherer Genehmigungsfähigkeit zuerst die Bauvoranfrage
Sie kostet einen Bruchteil und schützt davor, die vollständige Planung für einen abgelehnten Antrag zu bezahlen. Wie die Bauvoranfrage funktioniert →
Bevor Sie mit den Kosten rechnen
Vier Fragen für eine belastbare Schätzung:
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Häufige Fragen
- Was kostet eine Baugenehmigung?Das richtet sich nach der Gebührenordnung des Bundeslandes und bemisst sich meist am Rohbauwert des Vorhabens. Eine bundesweit einheitliche Zahl gibt es nicht. Die Größenordnung nennt Ihnen das zuständige Bauamt, der Entwurfsverfasser kann sie vorab schätzen.Antwort
Das richtet sich nach der Gebührenordnung des Bundeslandes und bemisst sich meist am Rohbauwert des Vorhabens. Eine bundesweit einheitliche Zahl gibt es nicht. Die Größenordnung nennt Ihnen das zuständige Bauamt, der Entwurfsverfasser kann sie vorab schätzen.
- Was kostet ein Bauantrag, wenn er abgelehnt wird?Auch eine Ablehnung ist gebührenpflichtig, häufig zu einem reduzierten Satz. Die Behörde hat den Antrag geprüft, unabhängig vom Ergebnis. Wer den Ausgang für unsicher hält, sollte vorher eine Bauvoranfrage stellen.Antwort
Auch eine Ablehnung ist gebührenpflichtig, häufig zu einem reduzierten Satz. Die Behörde hat den Antrag geprüft, unabhängig vom Ergebnis. Wer den Ausgang für unsicher hält, sollte vorher eine Bauvoranfrage stellen.
- Wird die Gebühr für die Bauvoranfrage angerechnet?Vielerorts ja - die Gebühr für den Vorbescheid wird dann auf die spätere Baugenehmigungsgebühr angerechnet. Das ist aber nicht überall so geregelt; fragen Sie beim zuständigen Bauamt nach, bevor Sie damit rechnen.Antwort
Vielerorts ja - die Gebühr für den Vorbescheid wird dann auf die spätere Baugenehmigungsgebühr angerechnet. Das ist aber nicht überall so geregelt; fragen Sie beim zuständigen Bauamt nach, bevor Sie damit rechnen.
- Sind Planungskosten in der Gebühr enthalten?Nein. Die Gebühr geht an die Behörde für das Verfahren. Planung, Statik, Vermessung und Gutachten werden davon unabhängig von den beauftragten Büros berechnet und machen in der Summe meist den größeren Teil aus.Antwort
Nein. Die Gebühr geht an die Behörde für das Verfahren. Planung, Statik, Vermessung und Gutachten werden davon unabhängig von den beauftragten Büros berechnet und machen in der Summe meist den größeren Teil aus.
Rechtsgrundlagen
Geprüft am 21. Oktober 2026: Baugebühren sind Landes- und Kommunalrecht, eine bundesweite Zahl gibt es nicht - die Seite nennt deshalb bewusst keine konkreten Beträge, nur die Bemessungslogik. Alle Angaben ohne Gewähr - verbindlich ist die zuständige Behörde.