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Sicherheit und Ordnung – Wissenswertes über die öffentliche Sicherheit und Ordnung

Sicherheit und Ordnung betreffen alle Menschen: Erst wenn die öffentliche Ordnung gewahrt ist und Sicherheit besteht, lässt sich ein friedliches Zusammenleben gestalten. Der Staat sorgt dafür mit einem Zusammenspiel aus Polizei, Ordnungsämtern, Feuerwehr, Rettungsdiensten und weiteren Stellen. Dieser Überblick zeigt, wer wofür zuständig ist und wohin man sich im Ernstfall wenden kann.

Das versteht man unter öffentlicher Sicherheit und Ordnung

Beim Schutz der Bevölkerung konzentriert sich der Staat auf die öffentliche Sicherheit und Ordnung. Die öffentliche Sicherheit meint den Schutz der Rechtsordnung, des Staates und der Rechte des Einzelnen. Die öffentliche Ordnung beschreibt die Gesamtheit der ungeschriebenen Regeln, deren Einhaltung als Voraussetzung für ein geordnetes Zusammenleben gilt. Beide Bereiche bilden die Grundlage dafür, dass sich Menschen frei entfalten und sicher leben können.

Die Polizei

Die Polizei ist die bekannteste Sicherheitsbehörde und für die meisten Menschen die erste Anlaufstelle bei Gefahr. Ihre Aufgaben sind die Gefahrenabwehr – also der Schutz vor Bedrohungen – und die Strafverfolgung. In Deutschland gibt es die Landespolizeien der Bundesländer sowie die Bundespolizei, etwa für Grenzen, Bahn und Flughäfen. In einem akuten Notfall oder bei einer Straftat erreicht man die Polizei rund um die Uhr über den Notruf 110.

Das Ordnungsamt

Das Ordnungsamt ist die kommunale Behörde für die öffentliche Ordnung vor Ort. Es deckt ein breites Aufgabenfeld ab, von der Überwachung des ruhenden Verkehrs über Lärm- und Umweltschutz bis zu Gewerbe- und Marktangelegenheiten. Auch bei Ordnungswidrigkeiten, Fundsachen oder Fragen des Nachbarschaftsrechts ist das Ordnungsamt die richtige Adresse. Es arbeitet eng mit der Polizei zusammen, verfügt aber über andere Befugnisse.

Feuerwehr, Rettungsdienst und Katastrophenschutz

Für Brände, Unfälle und medizinische Notfälle sind Feuerwehr und Rettungsdienst zuständig – beide erreicht man über den bundesweiten Notruf 112. Neben den Berufsfeuerwehren in größeren Städten leisten vielerorts Freiwillige Feuerwehren einen unverzichtbaren Dienst.

Kommt es zu größeren Schadenslagen wie Hochwasser oder schweren Unwettern, greift der Katastrophen- und Bevölkerungsschutz mit Organisationen wie dem THW und den Hilfsdiensten. Zum Bereich der Gefahrenabwehr und Hilfeleistung gehören unter anderem:

  • Brandbekämpfung und technische Hilfe
  • Rettungsdienst und Notfallmedizin
  • Katastrophen- und Bevölkerungsschutz
  • vorbeugender Brandschutz
  • Warnung der Bevölkerung

Diese Stellen sorgen für Sicherheit und Ordnung

Öffentliche Sicherheit und Ordnung sind eine Gemeinschaftsaufgabe vieler Behörden und Organisationen, die ineinandergreifen. Je nach Situation ist eine andere Stelle zuständig. Auf kommunaler und staatlicher Ebene gehören vor allem die folgenden Stellen dazu:

  • Polizei
  • Ordnungsamt
  • Feuerwehr
  • Rettungsdienst
  • Katastrophen- und Bevölkerungsschutz

Die rechtlichen Grundlagen

Als Rechtsstaat handelt Deutschland stets auf der Grundlage von Recht und Gesetz. Der Bereich Sicherheit und Ordnung ist auf Bundes-, Landes- und kommunaler Ebene geregelt. Zu den wichtigsten rechtlichen Grundlagen zählen:

  • Grundgesetz
  • Verwaltungsverfahrensgesetz
  • Bundesverfassungsschutzgesetz
  • Ordnungsbehördengesetz
  • Polizeigesetz

Checkliste: Im Notfall die richtige Nummer wählen

Im Ernstfall zählt jede Sekunde, und die richtige Nummer zu kennen ist entscheidend. Für die häufigsten Notlagen hilft die folgende Übersicht, schnell die passende Stelle zu erreichen:
  • Polizei-Notruf: 110
  • Feuerwehr und Rettungsdienst: 112
  • ärztlicher Bereitschaftsdienst: 116117
  • Ordnungsamt bei Ordnungswidrigkeiten und Lärm

5 Tipps für den Umgang mit den Sicherheitsbehörden

Die Sicherheitsbehörden wahren die öffentliche Sicherheit und Ordnung und haben dafür weitreichende Befugnisse. Ihre Arbeit ist zugleich streng geregelt, sodass niemand Willkür ausgesetzt ist. Im Umgang mit ihnen helfen die folgenden fünf Tipps:

  • Kommunizieren Sie höflich, aber bestimmt!
  • Informieren Sie sich über Ihre Rechte und Pflichten!
  • Halten Sie etwaige Fristen unbedingt ein!
  • Nehmen Sie Präventionstipps der Sicherheitsbehörden ernst!
  • Holen Sie sich bei Bedarf rechtlichen Beistand!

FAQs

Was versteht man unter öffentlicher Ordnung?

Die öffentliche Ordnung umfasst die Gesamtheit der ungeschriebenen Regeln, deren Befolgung nach den herrschenden Anschauungen als unerlässliche Voraussetzung für ein geordnetes Zusammenleben gilt. Anders als das geschriebene Recht wandelt sie sich mit den gesellschaftlichen Wertvorstellungen.

Was versteht man unter öffentlicher Sicherheit?

Öffentliche Sicherheit bezeichnet den Schutz der gesamten Rechtsordnung, des Staates und seiner Einrichtungen sowie der Rechtsgüter des Einzelnen wie Leben, Gesundheit und Eigentum. Ist eines dieser Schutzgüter bedroht, dürfen die zuständigen Behörden zur Gefahrenabwehr eingreifen.

Wann ist die öffentliche Sicherheit und Ordnung gefährdet?

Eine Gefährdung liegt vor, wenn eine konkrete Gefahr für die geschützten Rechtsgüter besteht, etwa bei Straftaten, Unfällen, Bränden oder erheblichen Störungen des Gemeinwohls. In solchen Fällen greifen Polizei, Ordnungsamt oder die Rettungskräfte ein.

Welche Behörden und Institutionen sorgen für Ordnung und Sicherheit?

Zuständig sind vor allem die Polizei und die Ordnungsämter, ergänzt um Feuerwehr, Rettungsdienst und den Katastrophenschutz. Auf Bundesebene kommen Stellen wie Bundespolizei, Zoll und Verfassungsschutz hinzu.

Wie findet man die richtige Stelle aus dem Bereich Ordnung und Sicherheit?

Bei akuter Gefahr wählt man die Notrufe 110 (Polizei) oder 112 (Feuerwehr und Rettungsdienst). Für nicht dringende Anliegen wie Ordnungswidrigkeiten, Lärm oder Fundsachen ist das Ordnungsamt der Stadt die richtige Anlaufstelle, das über die Stadtverwaltung erreichbar ist.


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