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Wirtschaft und Arbeit auf kommunaler Ebene

Deutschland gilt nicht nur als Land der Dichter und Denker, sondern auch als global wichtiger Wirtschaftsstandort. Unterschiedlichste Unternehmen und Forschungseinrichtungen tragen zum Fortschritt bei und beflügeln die Wirtschaft immer wieder aufs Neue. Wer mehr über Wirtschaft und Arbeit erfahren möchte, sollte sich vor allem mit der kommunalen Ebene befassen, denn in den Städten und Gemeinden wird gearbeitet und geforscht. Für die einzelnen Bürgerinnen und Bürger ist das Geschehen in ihrer Kommune besonders wichtig.

Studium und Forschung

Wenn es um bedeutende Einrichtungen einer Stadt geht, wird oft auf das Schulwesen verwiesen. Doch auch Studium und Forschung dürfen nicht vernachlässigt werden, denn hier findet Wissenschaft statt, die die Basis für Innovationen und Fortschritt schafft. Erwähnenswert sind vor allem die folgenden Einrichtungen:

  • Fachhochschulen
  • Universitäten
  • Forschungseinrichtungen
  • Fernhochschulen

Manche Unternehmen verfügen zudem über eine eigene Forschungsabteilung. Auch Wissenschaftsnetzwerke können bestehen und sorgen dafür, dass Forschende zusammenkommen und voneinander profitieren.

Wissenschaft für alle Bürgerinnen und Bürger

In Forschungseinrichtungen, an Hochschulen und in Unternehmen haben nur wenige Menschen direkten Zugang zur Wissenschaft, sie bleibt oft ein Kreis aus Studierenden, Lehrenden und Forschenden. Dabei besteht ein breites allgemeines Interesse. Viele Kommunen bemühen sich daher, die Wissenschaft allen zugänglich zu machen, etwa mit Veranstaltungen wie einer Nacht der Wissenschaften. Auch offene Vorlesungen und Vorträge gewähren Einblicke in die Forschung.

Die Vielfalt des Arbeitslebens

Die Arbeit ist für die meisten Menschen ein wesentlicher Teil des Alltags. Das wissen auch die Kommunen und unterstützen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer auf verschiedene Weise. Arbeitssuchende und Berufswechsler sind beim Jobcenter oder bei der Arbeitsagentur richtig: Dort erhalten sie Beratung, können finanzielle Hilfen beantragen und an Maßnahmen teilnehmen.

Die Kommunen selbst engagieren sich mit Beratungen zur beruflichen Orientierung. Oft gibt es zudem Karrieremessen und Ausbildungsbörsen, auf denen sich Betriebe als attraktive Arbeitgeber präsentieren. Und nicht zuletzt kann auch die Stadt selbst ein reizvoller Arbeitgeber sein.

Angebote im Bereich Unternehmensservice und Wirtschaftsförderung

Städte und Gemeinden haben großes Interesse an einer florierenden Wirtschaft vor Ort, denn diese sorgt für Steuereinnahmen und schafft Arbeitsplätze. Entsprechend viel geschieht auf kommunaler Ebene, um sich als attraktiver Unternehmensstandort zu zeigen. Unternehmen profitieren dabei unter anderem von den folgenden Angeboten aus Unternehmensservice und Wirtschaftsförderung:

  • Branchenbücher
  • Beratungsstellen
  • Vermittlung von Fachkräften
  • Entwicklung, Erschließung und Vermittlung von Gewerbeflächen
  • Förderungen und Finanzierungen
  • Gründerwettbewerbe
  • Existenzgründerseminare

Die Förderung von Investitionen

Die Entwicklung als Wirtschaftsstandort hängt von vielen Faktoren ab. Die Förderung von Investitionen ist den Kommunen dabei stets ein großes Anliegen, denn eine Stadt sollte sich als vielversprechender Investitionsstandort etablieren. Kommunal wird diese Entwicklung unter anderem durch die folgenden Maßnahmen unterstützt:

  • Betreuung von Ansiedlungsprozessen
  • Unterstützung der Standortsuche
  • Bereitstellung von Förderungen
  • Vermittlung von Kontakten in der Region
  • Bereitstellung von Gewerbeflächen

Das sind wichtige Wirtschaftszweige in deutschen Kommunen

Für die wirtschaftliche Stärke einer Kommune ist Vielfalt oft ein Vorteil. In anderen Fällen entstehen branchenspezifische Schwerpunkte, die eine Stadt zu einem wichtigen Zentrum eines Wirtschaftszweiges machen. Zu den wichtigen Wirtschaftszweigen zählen unter anderem:

  • Handel
  • Gesundheitswirtschaft
  • Biotechnologie
  • Chemie
  • Automobilindustrie
  • Maschinenbau
  • IT
  • Medien
  • Energie
  • Logistik

Checkliste: Das macht einen guten Wirtschaftsstandort aus

Unternehmen und Investoren auf Standortsuche haben oft die Qual der Wahl, denn meist kommen mehrere Städte infrage. Was macht also einen guten Wirtschaftsstandort aus? Zwar bedarf es stets einer Beurteilung im Einzelfall, die folgende Checkliste nennt aber die wesentlichen Kriterien:
  • Verfügbare Arbeits- und Fachkräfte
  • Gute Verkehrsanbindung und Gewerbeflächen zu attraktiven Konditionen
  • Zugang zu Förderungen, Finanzierungen und örtlicher Forschung
  • Synergieeffekte mit ansässigen Unternehmen, Sicherheit und Standort-Prestige

5 Tipps rund um die Analyse eines Wirtschaftsstandorts

Städte und Gemeinden sind zugleich Wohnorte und wichtige Unternehmensstandorte, weshalb Wirtschaft und Arbeit auf kommunaler Ebene eine große Rolle spielen. Wer sich ein genaues Bild vom Wirtschaftsstandort machen möchte, findet nachfolgend fünf kurze Tipps:

  • Prüfen Sie, ob es vor Ort ein Clustering gibt, also bereits viele Unternehmen einer Branche!
  • Befassen Sie sich mit den Forschungsschwerpunkten der umliegenden Hochschulen!
  • Bedenken Sie, dass Start-ups viel Potenzial bieten und der Wirtschaft neue Impulse geben!
  • Informieren Sie sich über Branchenveranstaltungen in der Region!
  • Setzen Sie sich mit dem regionalen Arbeitsmarkt auseinander!

FAQs

Wie kann man sich einen Überblick über die örtliche Wirtschaft verschaffen?

Einen guten Überblick über die örtliche Wirtschaft geben Branchenbücher und Branchenverzeichnisse der Region. Das Örtliche, das Telefonbuch und die Gelben Seiten sind erste Anlaufstellen, bevor man weiter im Internet recherchiert.

Warum entstehen sogenannte Cluster?

Unternehmen siedeln sich dort an, wo die Bedingungen für sie vorteilhaft sind. So wählen ähnliche Unternehmen häufig Standorte nah beieinander. Cluster entstehen also vor allem durch die regionale Ballung von Unternehmen und Organisationen mit gemeinsamem Tätigkeitsfeld, schon die räumliche Nähe gleichartiger Betriebe führt zur Clusterbildung.

Worauf kommt es Investoren bei der Standortauswahl an?

Die Standortwahl stützt sich auf viele Faktoren: die Mietpreise, die Anbindung an verschiedene Verkehrs- und Transportmittel sowie der Zugang zu Forschung, Bildung und Fachkräften. Hinzu kommen Steuern und Zukunftsaussichten, denn der Standort soll auch künftig nicht an Wert verlieren.

Wie unterstützen die Kommunen die Ansiedlung von Unternehmen?

Um attraktiver zu werden, können Kommunen Mietpreise für Gewerberäume oder Steuern senken. Zudem fördern sie Forschung und Bildung, denn gute Fachkräfte und innovative Forschung ziehen Unternehmen an. Auch Gründungshilfen und Beratung unterstützen Neuansiedlungen.

Welche Unterstützung brauchen Gründer/innen?

Neben geförderten Gründungsberatungen brauchen Gründerinnen und Gründer vor allem finanzielle Hilfe. Banken und Sponsoren kommen infrage, sind für Neugründungen aber oft schwierig. Daher lohnt der Blick auf öffentliche Programme, etwa den ERP-Gründerkredit StartGeld, eines der wichtigsten Förderprogramme der öffentlichen Hand.


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