Zum Hauptinhalt springen

Gesundheit: Ärzte, Kliniken, Apotheken und Pflege vor Ort

Ob Vorsorgeuntersuchung, Notfall oder die Pflege von Angehörigen – eine gute Gesundheitsversorgung ist für die Lebensqualität in einer Stadt entscheidend. Krankenhäuser, Arztpraxen, Apotheken, Pflegedienste und der öffentliche Gesundheitsdienst greifen dabei ineinander. Dieser Überblick zeigt, welche Einrichtungen es vor Ort gibt, wer im Notfall hilft und wo man Rat und Unterstützung findet.

Gesundheitsversorgung in der Stadt

Die gesundheitliche Versorgung ist in Deutschland auf mehreren Ebenen organisiert. Vor Ort sorgen niedergelassene Ärztinnen und Ärzte, Krankenhäuser, Apotheken und Pflegedienste für die medizinische Betreuung der Bevölkerung. Städte und Gemeinden schaffen die Rahmenbedingungen und betreiben mit dem Gesundheitsamt den öffentlichen Gesundheitsdienst. Gerade in Städten ist das Angebot dicht, sodass für nahezu jedes Anliegen die passende Anlaufstelle in erreichbarer Nähe ist.

Krankenhäuser und Kliniken

Krankenhäuser sind die zentrale Anlaufstelle für stationäre Behandlungen, Operationen und Notfälle. Neben Häusern der Grund- und Regelversorgung gibt es in vielen Städten Fachkliniken und Universitätskliniken mit spezialisierten Abteilungen. Wer nicht in einem lebensbedrohlichen Notfall ist, wird meist vom Haus- oder Facharzt in die passende Klinik überwiesen. Bei akuter Lebensgefahr wählt man den Notruf 112 – die Notaufnahme des nächsten Krankenhauses ist rund um die Uhr erreichbar.

Ärztinnen und Ärzte vor Ort

Die erste Anlaufstelle bei gesundheitlichen Fragen ist meist die Hausarztpraxis. Sie behandelt, berät und überweist bei Bedarf an Fachärztinnen und Fachärzte, etwa für Augen, Haut, Orthopädie oder innere Medizin. Einen freien Arzt oder Termin findet man über die Terminservicestelle der Kassenärztlichen Vereinigung unter der Rufnummer 116117 oder über Online-Portale. Außerhalb der Sprechzeiten hilft der ärztliche Bereitschaftsdienst unter derselben Nummer weiter.

Apotheken und Notdienst

Apotheken versorgen die Bevölkerung mit Medikamenten und beraten zu deren Anwendung. Viele Präparate gibt es rezeptfrei, andere nur auf ärztliche Verordnung. Neben der klassischen Vor-Ort-Apotheke gibt es Versandapotheken, die verschreibungspflichtige und freiverkäufliche Mittel nach Hause liefern.

Auch nachts, an Wochenenden und Feiertagen ist die Versorgung mit Medikamenten sichergestellt: Reihum haben Apotheken Notdienst. Welche Apotheke gerade geöffnet hat, erfährt man über den Apotheken-Notdienst, per Aushang an jeder Apotheke oder online. Für den Ernstfall sollte man Folgendes zur Hand haben:

  • die Krankenversichertenkarte
  • das Rezept oder den Namen des Medikaments
  • die Nummer des Apotheken-Notdiensts
  • bei chronischer Erkrankung einen Medikamentenplan

Diese Einrichtungen prägen die Gesundheitsversorgung

Die Gesundheitsversorgung vor Ort wird von vielen Einrichtungen getragen, die ineinandergreifen. Je nach Anliegen – von der Vorsorge über die akute Behandlung bis zur Pflege – ist eine andere Stelle zuständig. Die folgenden Einrichtungen gehören in den meisten Städten zur Gesundheitsversorgung:

  • Krankenhäuser und Kliniken
  • Arzt- und Facharztpraxen
  • Apotheken
  • Pflegedienste und Pflegeheime
  • Gesundheitsamt (öffentlicher Gesundheitsdienst)

Pflege und Pflegeberatung

Wenn Menschen im Alter oder durch Krankheit auf Unterstützung angewiesen sind, kommt die Pflege ins Spiel. Ambulante Pflegedienste betreuen zu Hause, während Pflegeheime und Tagespflege-Einrichtungen eine umfassendere Versorgung bieten. Erste Orientierung geben die Pflegeberatung der Pflegekassen und die kommunalen Pflegestützpunkte, die kostenlos zu Leistungen, Pflegegraden und Finanzierung beraten. Wer Angehörige pflegt, findet dort auch Hinweise auf Entlastungsangebote.

Checkliste: Im Notfall und bei Krankheit richtig handeln

Im gesundheitlichen Ernstfall zählt jede Minute, und die richtige Nummer zu kennen, kann entscheidend sein. Für die häufigsten Situationen hilft die folgende Übersicht, schnell die passende Stelle zu erreichen:
  • bei Lebensgefahr: Notruf 112
  • ärztlicher Bereitschaftsdienst: 116117
  • Apotheken-Notdienst für Medikamente
  • Giftnotruf bei Vergiftungen

5 Tipps für die eigene Gesundheit

Für die eigene Gesundheit kann jeder selbst einiges tun – und im Ernstfall gut vorbereitet sein. Die folgenden fünf Tipps helfen dabei:

  • Nutzen Sie die kostenlosen Vorsorge- und Früherkennungsuntersuchungen!
  • Halten Sie Ihren Impfschutz aktuell!
  • Speichern Sie die Nummern 112 und 116117 im Telefon!
  • Suchen Sie sich frühzeitig eine feste Hausarztpraxis!
  • Lassen Sie sich bei Pflegebedarf früh im Pflegestützpunkt beraten!

FAQs

Wohin bei einem medizinischen Notfall?

Bei akuter Lebensgefahr – etwa Herzinfarkt, Schlaganfall oder schweren Unfällen – wählt man den Notruf 112. Der Rettungsdienst kommt dann zum Einsatzort oder bringt die Person in die Notaufnahme des nächsten Krankenhauses, die rund um die Uhr besetzt ist.

Was tun, wenn nachts oder am Wochenende ein Arzt gebraucht wird?

Außerhalb der Sprechzeiten und wenn kein lebensbedrohlicher Notfall vorliegt, hilft der ärztliche Bereitschaftsdienst unter der bundesweiten Rufnummer 116117. Dort erfährt man auch, welche Bereitschaftspraxis in der Nähe geöffnet hat.

Wie finde ich eine Notdienst-Apotheke?

Apotheken wechseln sich beim Notdienst ab, sodass rund um die Uhr eine geöffnet ist. Die diensthabende Apotheke findet man über den Aushang an jeder Apotheke, über den telefonischen Apotheken-Notdienst oder online.

Wer hilft bei Fragen zur Pflege?

Zu allen Fragen rund um die Pflege beraten die Pflegeberatung der Pflegekassen und die kommunalen Pflegestützpunkte kostenlos. Sie informieren über Pflegegrade, Leistungen, ambulante und stationäre Angebote sowie über die Finanzierung.

Was macht das Gesundheitsamt?

Das Gesundheitsamt ist der öffentliche Gesundheitsdienst der Kommune. Es kümmert sich um Infektionsschutz, Hygiene, amtsärztliche Untersuchungen, Gesundheitsförderung und den Kinder- und Jugendgesundheitsdienst. Ausführliche Informationen dazu bietet das Fachportal gesundheitsamt.net.


Sie fanden diesen Beitrag hilfreich?
4.2/516 ratings