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Bauen und Wohnen – Bau- und Wohnungsförderung auf kommunaler Ebene

Unabhängig davon, ob es um private Wohnungen oder gewerbliche Flächen geht, erweist sich der Bereich Bauen und Wohnen immer wieder als große Herausforderung für die Kommunen. Vielerorts stehen nicht ausreichend Flächen zur Verfügung, sodass der Immobilienmarkt hart umkämpft ist. Das zeugt zwar von der Attraktivität der betreffenden Stadt, sorgt aber auch für einen erheblichen Handlungsbedarf. All diejenigen, die sich für die kommunale Perspektive interessieren oder einfach wissen wollen, wie der Bereich Bauen und Wohnen in den Kommunen gehandhabt wird, tun gut daran, sich eingehend zu informieren.

Die Stadtentwicklung als große kommunale Aufgabe

Zu den vielfältigen Aufgaben der Kommunalverwaltung gehört stets auch die Stadtentwicklung. Dabei handelt es sich um den Bereich der Verwaltung, der sich mit der Entwicklung der Stadt befasst. Ein wesentlicher Aspekt dabei ist die Stadtplanung, die sich mit der Konzeption und Umsetzung von räumlichen Konzepten und Prozessen beschäftigt. Dabei geht es beispielsweise um die Erhöhung der Lebensqualität in der Stadt oder die Steigerung der Attraktivität als Wirtschaftsstandort. Einerseits nimmt die Kommune hier vielfach eine passive Rolle ein, andererseits kann sie durch die Schaffung der richtigen Rahmenbedingungen einen aktiven Beitrag zur positiven Stadtentwicklung leisten.

Möglichkeiten zur Bürgerbeteiligung im Bereich der Stadtentwicklung

Wenn es um aktuelle Planungen und Bauvorhaben geht, trifft die Kommune zwar wichtige Entscheidungen, die Bürgerinnen und Bürger werden aber nicht vollkommen ausgeschlossen. Im Rahmen der Bürgerbeteiligung können sie sich einbringen. Zunächst ist die Stadt aber vielfach in der Pflicht und muss die Bürger umfassend informieren. Insbesondere bei größeren Vorhaben finden vielfach Informationsveranstaltungen für die interessierte Bevölkerung statt.

Bauen und Wohnen

Das Bauen in der Kommune

Wenn es ums Bauen geht, spielt die Kommune eine große Rolle. Sie erteilt unter anderem Baugenehmigungen und führt Planungsverfahren durch. Zudem ist sie für die Umsetzung des Denkmalschutzes zuständig. Weiterhin führt sie Bauberatungen durch und bietet den Zugang zu Förderungen. Wer ein Bauvorhaben plant, tut somit gut daran, sich an die zuständige Stelle bei der Stadt zu wenden.

Förderungen der Kommunen in Sachen Bauen und Wohnen

Sofern die Kommune nicht selbst als Bauherr beziehungsweise Vermieter in Erscheinung tritt, sind private Vermieter und Bauherren für die Immobilien in der Kommune verantwortlich. Wenn Gewerbeflächen fehlen oder zu wenige Wohnungen zur Verfügung stehen, kann die Stadt aber dennoch aktiv werden. Durch gezielte Fördermaßnahmen kann sie das Bauen attraktiver gestalten und beispielsweise auch für die Vermietung von bezahlbarem Wohnraum Anreize schaffen. Zudem hat auch die kommunale Politik oftmals Einfluss auf die Situation in der Stadt, denn hier werden die Weichen für attraktive Rahmenbedingungen gestellt.

Die Bereitstellung von Fördergeldern ist ohne Frage ein wichtiges Instrument. Darüber hinaus können auch Flächen nutzbar gemacht werden, die bislang vielleicht nicht als Bauland galten. Vergünstigungen für Bauherren und der Zugang zu attraktiven Finanzierungen darf in diesem Zusammenhang auch nicht unerwähnt bleiben.

Diese Stellen können Teil der Bauverwaltung sein

Die Bauverwaltung ist in der deutschen Verwaltung ein wichtiges und zugleich komplexes Thema. Wer ein Bauvorhaben umsetzen möchte oder auch ein Anliegen in Sachen Wohnen hat, stellt sich somit die Frage, welche Stelle zuständig ist. Das muss grundsätzlich stets im Einzelfall in Erfahrung gebracht werden. Wissenswert ist jedoch, dass die folgenden Stellen der Bauverwaltung zuzuordnen sind:

  • Bauamt
  • Bauaufsichtsbehörde
  • Grundbuchamt
  • Wohnungsamt
  • Behörde für Stadtentwicklung

Das Wohnen auf kommunaler Ebene

Das Wohnen ist in vielen Städten und Gemeinden ein heikles Thema, denn der Wohnungsmarkt ist hart umkämpft. Vor allem für Menschen mit geringem Budget kann die Wohnungssuche zu einem wahren Spießrutenlauf werden. Sie konkurrieren mit unzähligen anderen Menschen um die wenigen verfügbaren Wohnungen. Die Kommunen wissen das und widmen sich vielfach der Förderung von bezahlbarem Wohnraum. Zudem erhält man hier Informationen zum aktuellen Mietspiegel und kann beispielsweise einen Wohnberechtigungsschein beantragen. Menschen mit geringem Einkommen können gegebenenfalls auch Wohngeld beantragen, um sich das Wohnen leisten zu können.

Checkliste: Die richtige Vorbereitung für einen Termin beim Bauamt

Wer sich den Traum vom Eigenheim verwirklichen möchte oder auch als Investor ein Bauvorhaben umsetzen möchte, braucht zunächst eine Baugenehmigung. Grundsätzlich sollte man den Kontakt zum Bauamt suchen. Damit es dabei keine Probleme gibt, sollte man sich gut vorbereiten. Die folgende Checkliste kann diesbezüglich als Orientierungshilfe dienen und zeigt auf, welche Unterlagen vorzulegen sind:
  • Lageplan
  • Auszüge aus den Flurkarten
  • Baubeschreibung
  • Bauzeichnungen

5 Tipps für alle, die ein Haus bauen möchten

Bauherrinnen und Bauherren müssen einige Hürden nehmen, um ihr Vorhaben in die Tat umzusetzen. Nicht selten haben sie den Eindruck, die Stadt lege ihnen Steine in den Weg. Man darf aber nicht außer Acht lassen, dass es Gesetze, Richtlinien und Vorschriften gibt, die einzuhalten sind. Zuweilen kollidieren diese mit den persönlichen Plänen, sodass ein Kompromiss erforderlich ist. Passend dazu gibt es im Folgenden fünf kurze Tipps:

  • Arbeiten Sie mit einem Bauunternehmen zusammen, das die behördlichen Angelegenheiten übernimmt!
  • Werfen Sie vor dem Grundstückskauf einen Blick ins Grundbuch!
  • Stellen Sie zunächst eine Bauvoranfrage!
  • Konsultieren Sie gegebenenfalls einen Rechtsanwalt mit dem Schwerpunkt Baurecht!
  • Kommunizieren Sie offen und sachlich mit den Baubehörden!

FAQs

Wie unterstützen die Kommunen Mieterinnen und Mieter?

Anhand der sozialen Wohnraumförderung wird sowohl die Bereitstellung preiswerter Mietwohnungen als auch die Hilfe bei der Bildung selbst genutzten Wohneigentums unterstützt. Zusätzlich wird auch die Schaffung von behindertengerechtem Wohnraum und die energetische Modernisierung von Wohnraum von zahlreichen Ländern und Kommunen gefördert.

Wo kann man sich als Bauherr/in beraten lassen?

Es bieten Zahlreiche Organisationen Verbraucherberatung auf baurecht­lichem und bautech­nischem Gebiet an. Bauherren können sich, neben zahlreichen Beratern, allgemein in Verbraucherzentralen oder als Mitglied des Bauherren-Schutzbundes beraten lassen.

Warum sollte man zunächst eine Bauvoranfrage stellen?

Weil man anhand einer Bauvoranfrage bereits vor dem Bauantrag abklären kann, ob das Vorhaben grundsätzlich genehmigt wird und mit dem Baurecht der Stadt oder Gemeinde vereinbar ist, bietet diese Anfrage mehr Planungssicherheit. Vor allem bei einem fehlendem Bebauungsplan oder im Außenbereich ist eine Voranfrage häufig sinnvoll.

Was kann man bei Problemen mit den kommunalen Baubehörden machen?

Was konkret zu tun ist, hängt in erster Linie von der Art des Problems ab. Wenn die Behörde beispielsweise auf Anträge nicht reagiert, solltest du zunächst freundlich über FragDenStaat an die Anfrage erinnern. Auch kann in einigen Fällen Widerspruch gegen Entscheidungen der Behörde eingelegt oder eine Dienstaufsichtsbeschwerde eingereicht werden. Je nach Art des Problems lassen sich passende Maßnahmen recherchieren.

Welche Baubehörden gibt es?

Zu den Baubehörden gehören Behörden, die für Planung, Beantragung und Durchführung eines Bauvorhabens zuständig sind. Dies umfasst sämtliche Bauaufsichtsbehörden und Bauordnungsbehörden. Einige der dazugehörigen Ämter sind das Bauordnungsamt, das Stadt- oder Gemeindeplanungsamt, das Vermessungsamt oder das Tiefbauamt.


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