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Bewohnerparkausweis: Voraussetzungen und Kosten

Das Wichtigste in Kürze

Mit einem Bewohnerparkausweis dürfen Sie in Ihrer ausgewiesenen Parkzone ohne Parkschein oder zu vergünstigten Bedingungen parken. Voraussetzung ist, dass Ihre Hauptwohnung in der Zone liegt und das Fahrzeug auf Sie zugelassen ist oder Ihnen dauerhaft zur Verfügung steht. Was der Ausweis kostet, bestimmt seit 2020 jedes Bundesland selbst - eine bundeseinheitliche Höchstgebühr gibt es nicht mehr.

Das Wichtigste zu diesem Behördengang
ZuständigOrdnungsamt bzw. Straßenverkehrsbehörde
Gebührje nach Bundesland und Kommune unterschiedlich, mit möglichem Höchstsatz in der jeweiligen Landes-Gebührenordnung
Dauerbei Online-Beantragung teils sofort, sonst wenige Tage
Fristbefristet, die Dauer legt die Kommune fest; danach neu beantragen
Rechtsgrundlage§ 45 Abs. 1b Satz 1 Nr. 2a StVO; § 6a Abs. 5a StVG

Zuständige Stelle

Zuständig: Ordnungsamt bzw. Straßenverkehrsbehörde. Adresse, Öffnungszeiten und Termine des Ordnungsamts an Ihrem Wohnort finden Sie hier:

Worum es geht

In vielen Innenstädten ist freier Parkraum knapp, gerade für Anwohnerinnen und Anwohner ohne eigenen Stellplatz. Straßenverkehrsbehörden dürfen deshalb Parkmöglichkeiten reservieren oder von der Parkraumbewirtschaftung befreien, die ausschließlich Bewohnerinnen und Bewohnern eines Quartiers mit drohendem oder bestehendem Parkraummangel vorbehalten sind (§ 45 Abs. 1b Satz 1 Nr. 2a StVO).

Die Gebühr dafür war lange bundeseinheitlich gedeckelt. Seit einer Gesetzesänderung dürfen die Länder die Gebühren für Bewohnerparkausweise selbst festsetzen (§ 6a Abs. 5a StVG) - seitdem unterscheiden sich die Preise zwischen Kommunen und Bundesländern teils deutlich.

Voraussetzungen und Ablauf

Ablauf: Hauptwohnsitz in der ausgewiesenen Bewohnerparkzone und ein auf Sie zugelassenes oder Ihnen dauerhaft überlassenes Fahrzeug sind die Voraussetzungen. Mit Personalausweis, Fahrzeugschein und Antragsformular stellen Sie den Antrag beim Ordnungsamt. Die Gebühr setzt seit 2020 jedes Bundesland selbst fest - mit einem möglichen Höchstsatz in der jeweiligen Gebührenordnung. Der Ausweis ist befristet und berechtigt zum Parken in der Zone ohne Parkschein.
Schematische Darstellung nach § 45 Abs. 1b Nr. 2a StVO und § 6a Abs. 5a StVG, keine Rechtsberatung im Einzelfall - Voraussetzungen und Gebühr setzt jede Kommune im Detail selbst fest.

Wer einen Ausweis bekommt

Vorausgesetzt wird üblicherweise, dass Ihre Hauptwohnung in der jeweiligen Bewohnerparkzone liegt. Ob ein eigener Stellplatz oder eine Garage den Ausweis ausschließt, regelt jede Kommune selbst. Das Fahrzeug muss auf die antragstellende Person zugelassen sein oder ihr nachweislich dauerhaft überlassen sein, etwa bei einem Firmen- oder Leasingfahrzeug durch eine Halterbestätigung. Die genauen Voraussetzungen legt jede Kommune in ihrer eigenen Bewohnerparkregelung fest.

Warum die Gebühr nicht überall gleich ist

Bis 2020 durfte ein Bewohnerparkausweis bundesweit höchstens 30,70 Euro pro Jahr kosten. Seit der Änderung des § 6a StVG können die nach Landesrecht zuständigen Behörden für Parkberechtigungen nach § 45 Abs. 1b Nr. 2a StVO eigene Gebühren erheben; die Landesregierungen erlassen dafür Gebührenordnungen, die auch einen Höchstsatz festlegen können (§ 6a Abs. 5a StVG). Dadurch unterscheiden sich die tatsächlichen Kosten heute je nach Bundesland und Kommune teils deutlich - verbindlich ist allein die Auskunft Ihres Ordnungsamts.

Unterlagen für den Antrag

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Besondere Fälle

Bekomme ich den Ausweis, wenn ich einen privaten Stellplatz habe?
Das hängt von der Kommune ab: Manche Städte geben dann keinen Ausweis aus, andere schon. Fragen Sie beim Ordnungsamt nach, bevor Sie den Antrag stellen.
Gilt der Ausweis auch außerhalb meiner Zone?
Nein, der Ausweis berechtigt nur zum Parken in der konkret ausgewiesenen Bewohnerparkzone, nicht stadtweit.
Was passiert bei einem Umzug innerhalb der Stadt?
Ziehen Sie in eine andere Parkzone oder aus der Zone heraus, müssen Sie den Ausweis neu beantragen bzw. zurückgeben - er ist an die gemeldete Adresse gebunden.

Worauf es ankommt

  • Die Gebühr unterscheidet sich seit 2020 je nach Bundesland und Kommune - verlassen Sie sich nicht auf Angaben aus anderen Städten.
  • Den Ausweis rechtzeitig vor Ablauf der Gültigkeit neu beantragen, damit keine Lücke entsteht.
  • Ein Bewohnerparkausweis befreit nicht von allen Beschränkungen - absolute Halteverbote und Ladezonen gelten weiter.

Häufige Fragen

Rechtsgrundlagen

Geprüft am 21. Oktober 2026 gegen § 45 Abs. 1b Satz 1 Nr. 2a StVO (Rechtsgrundlage Bewohnerparken) und § 6a Abs. 5a StVG (landesrechtliche Gebührenkompetenz seit 2020, kein bundeseinheitlicher Höchstbetrag mehr). Alle Angaben ohne Gewähr - verbindlich ist die zuständige Behörde.