Kaufnebenkosten-Rechner: Grunderwerbsteuer, Notar und Grundbuch
Beim Kauf einer Wohnung oder eines Hauses kommen zum Kaufpreis die Grunderwerbsteuer (3,5 % in Bayern bis 6,5 % in Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Saarland und Schleswig-Holstein), rund 1 bis 1,5 % für Notar und Grundbuch und gegebenenfalls die Maklerprovision. Zusammen sind das oft 8 bis 12 % des Kaufpreises - Geld, das Banken meist aus Eigenkapital sehen wollen.
Kaufnebenkosten berechnen
Grunderwerbsteuer nach Bundesland
| Bundesland | Steuersatz |
|---|---|
| Schleswig-Holstein | 6,5 % |
| Hamburg | 5,5 % |
| Niedersachsen | 5,0 % |
| Bremen | 5,5 % |
| Nordrhein-Westfalen | 6,5 % |
| Hessen | 6,0 % |
| Rheinland-Pfalz | 5,0 % |
| Baden-Württemberg | 5,0 % |
| Bayern | 3,5 % |
| Saarland | 6,5 % |
| Berlin | 6,0 % |
| Brandenburg | 6,5 % |
| Mecklenburg-Vorpommern | 6,0 % |
| Sachsen | 5,5 % |
| Sachsen-Anhalt | 5,0 % |
| Thüringen | 5,0 % |
Der Bund setzt 3,5 % fest (§ 11 GrEStG), die Länder dürfen den Satz selbst bestimmen. Die Steuer wird auf volle Euro abgerundet. Stand: November 2026.
Woraus sich die Nebenkosten zusammensetzen
- Grunderwerbsteuer: Das Finanzamt schickt den Bescheid einige Wochen nach dem Notartermin. Erst nach der Zahlung gibt es die Unbedenklichkeitsbescheinigung, ohne die das Grundbuchamt Sie nicht als Eigentümer einträgt.
- Notar: Beurkundung des Kaufvertrags (2,0-fache Gebühr), Vollzug (0,5) und Betreuung, etwa die Fälligkeitsmitteilung (0,5) - jeweils nach Tabelle B des GNotKG aus dem Kaufpreis, dazu Auslagen und 19 % Umsatzsteuer.
- Grundbuchamt: Auflassungsvormerkung (0,5), Eintragung als Eigentümer (1,0) und Löschung der Vormerkung (25 €). Umsatzsteuer fällt hier nicht an.
- Grundschuld: Finanziert eine Bank den Kauf, kommen die Beurkundung der Grundschuld beim Notar (1,0) und ihre Eintragung im Grundbuch (1,0) aus dem Grundschuldbetrag dazu.
- Makler: Bei Wohnungen und Einfamilienhäusern zahlt der Käufer höchstens so viel wie der Verkäufer, wenn beide Seiten den Makler beauftragt haben. Üblich sind 3 bis 3,57 % je Seite.
Häufige Fragen
- Wie hoch sind die Kaufnebenkosten beim Hauskauf?Meist 8,5 bis 11,5 % des Kaufpreises mit Makler, 5 bis 8 % ohne. Den größten Teil macht die Grunderwerbsteuer aus, dazu kommen rund 1 bis 1,5 % für Notar und Grundbuch.Antwort
Meist 8,5 bis 11,5 % des Kaufpreises mit Makler, 5 bis 8 % ohne. Den größten Teil macht die Grunderwerbsteuer aus, dazu kommen rund 1 bis 1,5 % für Notar und Grundbuch.
- Wie hoch ist die Grunderwerbsteuer?Je nach Bundesland 3,5 % (Bayern) bis 6,5 % (Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Saarland, Schleswig-Holstein) des Kaufpreises. Bei 350.000 € Kaufpreis sind das zwischen 12.250 € und 22.750 €.Antwort
Je nach Bundesland 3,5 % (Bayern) bis 6,5 % (Brandenburg, Nordrhein-Westfalen, Saarland, Schleswig-Holstein) des Kaufpreises. Bei 350.000 € Kaufpreis sind das zwischen 12.250 € und 22.750 €.
- Was kosten Notar und Grundbuch beim Immobilienkauf?Bei 350.000 € Kaufpreis rund 2.470 € für den Notar und 1.050 € für das Grundbuch, mit einer Grundschuld über 280.000 € etwa 1.300 € mehr. Der Rechner ermittelt die Gebühren nach dem Gerichts- und Notarkostengesetz.Antwort
Bei 350.000 € Kaufpreis rund 2.470 € für den Notar und 1.050 € für das Grundbuch, mit einer Grundschuld über 280.000 € etwa 1.300 € mehr. Der Rechner ermittelt die Gebühren nach dem Gerichts- und Notarkostengesetz.
- Kann man Kaufnebenkosten sparen?Teilweise: Mitverkaufte Einbauküche oder Möbel können im Kaufvertrag gesondert ausgewiesen werden - darauf fällt keine Grunderwerbsteuer an. Notar- und Grundbuchgebühren sind gesetzlich festgelegt und nicht verhandelbar.Antwort
Teilweise: Mitverkaufte Einbauküche oder Möbel können im Kaufvertrag gesondert ausgewiesen werden - darauf fällt keine Grunderwerbsteuer an. Notar- und Grundbuchgebühren sind gesetzlich festgelegt und nicht verhandelbar.