So bleibt das Auto im Stadtverkehr länger in einem guten Zustand
Wenn man in einer etwas größeren Stadt lebt, kennt man sich mit den typischen Problemen rund ums Parken meist schon aus. Freie Stellplätze sind überall knapp und Tiefgaragen sind sehr teuer. Viele Fahrzeuge stehen aus diesen Gründen dauerhaft am Straßenrand. Für das Auto bedeutet das natürlich eine dauerhafte Belastung. Witterung, enge Parklücken und Umwelteinflüsse wirken sich viel stärker auf den Fahrzeugzustand aus, als man vermutet. Vor allem kleine Schäden entstehen schleichend. Kratzer oder Korrosion fallen oftmals erst Monate später auf. Mit ein paar einfachen Maßnahmen lässt sich das Risiko im Alltag allerdings deutlich reduzieren.
Warum macht ein Stellplatz langfristig solch einen Unterschied?
Viele Fahrzeuge stehen in Wohngebieten direkt unter Bäumen. Das schützt im Sommer zwar vor direkter Sonne, bringt dafür aber andere Probleme mit sich. Beispielhaft sind hier Vogelkot, Harz oder feuchte Blätter. Sie greifen den Lack an, wenn Rückstände nicht sorgfältig entfernt werden. Zusätzlich bleibt die Feuchtigkeit dort oft länger auf dem Fahrzeug. Auch enge Straßen erhöhen das Risiko für kleine Lackschäden. Fahrräder oder dichtes Einparken hinterlassen schnell Kratzer oder Dellen. Sehr problematisch wird es vor allem dann, wenn Fahrzeuge über einen zu langen Zeitraum unbewegt bleiben. Feuchtigkeit trocknet dann schlechter ab und Schmutz sammelt sich schneller an empfindlichen Stellen. Typische Belastungen für Fahrzeuge, auf die man im Stadtalltag achten sollte, sind unter anderem:
- eine zu starke Sonneneinstrahlung im Sommer
- Streusalz und Feuchtigkeit im Winter
- enge Parksituationen mit höherem Kratzer-Risiko
- Schmutz und Feinstaub, vor allem in Innenstädten
- Harz, Laub oder Vogelkot auf dem Lack
Sinnvoll ist deshalb, nach einem Stellplatz zu suchen, der möglichst geschützt liegt und ausreichend Abstand zu den stärker genutzten Bereichen bietet.
Wie Wetter und Kurzstrecken das Fahrzeug belasten
Vor allem Fahrzeuge, die immerzu im Freien stehen, sind starken Temperaturschwankungen ausgesetzt. Im Sommer leiden Lack und Kunststoffteile stark unter der UV-Strahlung. Im Winter greifen dafür Feuchtigkeit und Streusalz den Unterboden und das Fahrwerk an. Viele Stadtfahrzeuge werden zusätzlich fast nur auf kurzen Strecken genutzt. Motor und Abgasanlage erreichen dabei oftmals nicht ihre optimale Temperatur. Vor allem die moderne Technik wird davon stärker belastet als beispielsweise von längeren Fahrten. Auch die Batterie leidet darunter, wenn elektrische Systeme ständig genutzt werden, ohne dass das Fahrzeug längere Zeit fährt. Hier hilft es, das Auto regelmäßig über längere Strecken zu bewegen und nicht nur im städtischen Kurzstreckenverkehr einzusetzen.
Ein Blick unter das Fahrzeug
Beim Schutz des Autos wird meistens zuerst auf den Lack, die Scheiben oder den Innenraum geachtet. Dabei entstehen Schäden allerdings oft an Stellen, die im Alltag kaum oder gar nicht sichtbar sind. Unter dem Fahrzeug sammeln sich gerne Feuchtigkeit, Schmutz und im Winter zusätzlich Streusalz. Dadurch kann sich Rost über längere Zeit unbemerkt ausbreiten. Sinnvoll ist hier, den Bereich unter dem Auto regelmäßig kontrollieren zu lassen oder bei der Reinigung mit zu beachten. Vor allem für die Fahrzeuge, die dauerhaft draußen stehen, sind zusätzliche Kontrollen am Unterboden sehr wichtig.
Regelmäßig reinigen
Die häufigsten Schäden am Fahrzeug entwickeln sich über längere Zeit und man bekommt es im Alltag meist nicht wirklich mit. Faktoren wie sehr feiner Schmutz, Bremsstaub oder Rückstände durch Regen greifen Oberflächen dauerhaft an, wenn sie nicht entfernt werden. Vor allem in größeren Städten lagern sich deutlich mehr Schmutzpartikel auf Lack und Scheiben ab als in ländlicheren Regionen. Hier ist es also wichtig, das Fahrzeug regelmäßig zu reinigen und kleine Schäden im Auge zu behalten. Auch Türdichtungen oder empfindliche Kunststoffteile sollten dabei nicht vergessen werden. Eine einfache Pflege genügt schon, damit Lack und Materialien deutlich länger in einem guten Zustand bleiben.
Tiere als zusätzliche Gefahrenquelle
Vor allem in Wohngebieten mit Grünflächen verursachen Tiere, vor allem Marder, jedes Jahr unzählige Schäden an Fahrzeugen. Die Tiere gelangen meist nachts in Motorräume und beschädigen Kabel oder Schläuche. Viele Fahrzeughalter bemerken das erst, wenn schon diverse technische Probleme auftreten. Regelmäßige Kontrollen im Motorraum helfen dabei, Schäden frühzeitig zu erkennen. Auch beleuchtete Stellplätze oder Schutzsysteme können das Risiko reduzieren. Wenn man hier ganz sicher gehen möchte, gibt es auch Möglichkeiten zur Abschreckung: Dazu werden kleine Kästchen mit Ultraschall in den Motorraum eingebaut. Vor allem die Fahrzeuge, die häufig an wechselnden Orten stehen, sind von diesem Problem betroffen.
Kleine Kontrollen verhindern größere Schäden
In den meisten Fällen werden kleine Probleme am Auto erst dann bemerkt, wenn schon eine Reparatur notwendig ist. Kurze Kontrollen helfen in diesem Zusammenhang dabei, Schäden früh genug zu erkennen. Dazu gehört beispielsweise ein Blick auf den Reifendruck, die Scheibenwischer oder kleine Lackschäden an Türen und Stoßstangen. Auch Dinge wie Flüssigkeitsstände sollten immer wieder geprüft werden. Gerade im Stadtverkehr wirken sich kleine Defekte oft schneller auf die Sicherheit und das Fahrverhalten aus. Wenn das Fahrzeug regelmäßig kontrolliert wird, können in vielen Fällen höhere Folgekosten vermieden werden.
Geschützte Stellflächen werden immer wichtiger
Viele Fahrzeughalter achten mittlerweile stärker auf geschützte Abstellmöglichkeiten. Überdachte Stellplätze schützen nicht nur vor Regen oder Schnee. Auch Sonneneinstrahlung, herunterfallende Blätter und Temperaturschwankungen wirken sich langfristig gesehen weniger stark auf das Fahrzeug aus. Je nach Nutzung kann es zudem sinnvoll sein, zu prüfen, ob sich Kosten für den Stellplatz des Fahrzeugs steuerlich absetzen lassen. Vor allem in Städten wächst deshalb das Interesse an privaten Stellplatz-Möglichkeiten. Informationen zu Möglichkeiten wie einem Carport in Köln werden zunehmend gesucht, da der Schutz des Fahrzeugs im Alltag für viele Autobesitzer wichtiger geworden ist.
Checkliste: Was im Alltag regelmäßig geprüft werden sollte
Damit das Fahrzeug im Stadtverkehr möglichst lange in einem guten Zustand bleibt, helfen schon ein paar kleine Kontrollen, die allerdings in regelmäßigen Abständen durchgeführt werden sollten. Dazu gehören unter anderem:
- den Lack auf kleine Kratzer oder Schäden prüfen
- Verschmutzungen durch Vogelkot, Harz und Schmutz zeitnah entfernen
- Reifen und Reifendruck kontrollieren
- Unterboden nach dem Winter reinigen lassen
- das Fahrzeug auch auf längeren Strecken bewegen
- Stellplätze mit möglichst wenig Verkehr wählen
- den Motorraum hin und wieder auf Schäden oder Tiere kontrollieren
Kleine Maßnahmen mit großer Wirkung
Natürlich lässt sich nicht jeder Schaden am Fahrzeug vermeiden. Trotzdem können regelmäßige Pflege, ein gut gewählter Stellplatz und kurze Kontrollen im Alltag so einiges bewirken. Wenn man Verschmutzungen direkt oder zeitnah entfernt und das Fahrzeug nicht dauerhaft extremen Bedingungen aussetzt, erhält man den Lack und die Technik um einiges länger. Vor allem im Stadtverkehr zeigt sich, dass Fahrzeugschutz kein unwichtiges Nebenthema mehr ist. Schon kleinste Vorsorgemaßnahmen helfen dabei, spätere Reparaturen und unnötige Kosten zu senken.