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Familienkasse – Wissenswertes über die Familienkassen in Deutschland

Für Familien in Deutschland ist die Familienkasse eine wichtige Institution, denn sie sorgt für finanzielle Unterstützung von Familien mit Kindern. Hier ist das Kindergeld maßgebend, das durch die Familienkassen an Berechtigte ausgezahlt wird. Auf diese Art und Weise findet ein Familienleistungsausgleich statt, der Familien mehr Geld beschert. Bereits werdende Eltern sollten um die Arbeit der Familienkassen wissen, um zu gegebener Zeit einen Antrag stellen zu können.

Dass man Leistungen von der Familienkasse erhalten kann, ist bekannt. Bürgerinnen und Bürger sollten sich aber auch näher mit der Arbeit der Familienkassen auseinandersetzen. Hier erhalten sie einige Hintergrundinformationen und gewinnen so einen Eindruck von den Familienkassen.

So sind die Familienkassen in Deutschland organisiert

Die Familienkasse kommt als deutsche Bundesfinanzbehörde daher und agiert im Auftrag der Bundesfinanzverwaltung im Rahmen der sogenannten Organleihe. Wer die Familienkasse daher beim Finanzamt vermutet, wird aber eines Besseren belehrt. Die Familienkassen kommen als besondere Dienststellen der Bundesagentur für Arbeit daher. Zusätzlich gibt es noch zahlreiche dezentrale Familienkassen bei öffentlich-rechtlichen Arbeitgebern.

Das sind die Aufgaben der Familienkasse

Die zentrale Aufgabe der Familienkasse besteht darin, für den Familienleistungsausgleich zu sorgen. Die Familienkasse nimmt entsprechende Anträge entgegen, überprüft die Ansprüche und sorgt auch für die Auszahlung der Leistungen. Hier geht es folglich darum, Familien mit Kindern finanziell zu unterstützen.

Die Leistungen der Familienkasse

Die Leistungen der Familienkassen beziehen sich stets auf einen Familienleistungsausgleich nach dem Bundeskindergeldgesetz und dem Einkommensteuergesetz. Dabei handelt es sich um:

  • Kindergeld
  • Kinderzuschlag

Checkliste: Diese Unterlagen sind für einen Kindergeldantrag erforderlich

Wer Kindergeld beantragen möchte, muss sich an die Familienkasse wenden. Dort kann man den betreffenden Antrag stellen und die Leistung erhalten, sofern man die Voraussetzungen erfüllt. Dass die Familienkasse einige Unterlagen benötigt, um den Anspruch prüfen zu können, versteht sich von selbst. Die folgende Checkliste liefert eine entsprechende Übersicht:

  • Steuer-ID der Eltern
  • Steuer-ID des Kindes
  • Geburtsurkunde des Kindes
  • gegebenenfalls Nachweise, wie zum Beispiel Schulbescheinigung oder Praktikumsbestätigung

5 Tipps rund ums Kindergeld

Das Kindergeld wird vielfach als Selbstverständlichkeit empfunden, sodass sich viele Menschen keine weitere Gedanken darum machen. In der Praxis kann sich dies jedoch als Fehler erweisen. Die folgenden Tipps können etwaige Probleme in Zusammenhang mit dem Kindergeld verhindern und sind daher absolut beachtenswert:

  • Nutzen Sie die Online-Services der Familienkasse!
  • Teilen Sie Änderungen umgehend der Familienkasse mit!
  • Reichen Sie Bescheinigungen und Nachweise rechtzeitig ein, um einen lückenlosen Kindergeld-Bezug sicherzustellen!
  • Beachten Sie, dass bei Kindern mit Behinderung ein längerer Kindergeldanspruch bestehen kann!
  • Reichen Sie Unterlagen stets fristgerecht ein, da es ansonsten zu einer Ablehnung kommen kann!

4 Empfehlungen zum Umgang mit der Familienkasse

Der Umgang mit Behörden erfordert stets eine genaue und korrekte Vorgehensweise. Familien sollten sich mit der Bürokratie abfinden und auch in Zusammenhang mit der Familienkasse einiges beachten, um reibungslose Abläufe zu erreichen. Passend dazu gibt es nachfolgend vier Empfehlungen für den Umgang mit der Familienkasse:

  • Halten Sie in der Kommunikation mit der Familienkasse stets die Kindergeldnummer bereit!
  • Nutzen Sie die Website der Familienkasse, um sich über die Auszahlungstermine zu informieren!
  • Bewahren Sie den Schriftverkehr mit der Familienkasse sorgsam auf!
  • Denken Sie daran, dass Sie zu viel erhaltenes Kindergeld oder Kinderzuschlag zurückzahlen müssen!

Bürgerservice und Verwaltung

Die Verwaltung in Deutschland stellt sich sehr vielschichtig dar. Es gibt die Bundesländer, Regierungsbezirke, Landkreise sowie Städte und Gemeinden. Letztere werden auch als Kommunen bezeichnet und sind in der Regel die ersten Anlaufstellen für die Bürgerinnen und Bürger. Wenn es um die Verwaltung oder behördliche Belange geht, ist der Bürgerservice auf kommunaler Ebene somit von zentraler Bedeutung.

Diesen Stellenwert hat der Bürgerservice heutzutage

Früher herrschte gefühlt eine große Distanz zwischen der Verwaltung und den Bürgern. Die Menschen hatten vielfach den Eindruck, sie müssten die Bürokratie hinnehmen und seien dem Amtsschimmel mehr oder weniger ausgeliefert. Exakte Vorschriften und einheitliche Abläufe existieren zwar nach wie vor, aber die Bürgernähe gewinnt zugleich an Bedeutung. Die Städte und Gemeinden erkennen, dass sie für die Bürgerinnen und Bürger arbeiten. Der Bürgerservice ist so mehr und mehr in den Mittelpunkt gerückt, was auch die Einrichtung von Bürgerämtern und Bürgerbüros zeigt. Hier können unterschiedlichste Angelegenheiten geregelt werden, die als bürgernahe Dienstleistungen gelten.

So ist die Stadtverwaltung aufgebaut

Das Bürgeramt erweckt den Eindruck, es sei ein eigenständiges Amt innerhalb der Stadtverwaltung, dem ist aber nicht so. Es handelt sich vielmehr um den gemeinsamen Bürgerservice mehrerer behördlicher Stellen. Bürgerinnen und Bürger sollten dies zu schätzen wissen und sich zugleich mit der Struktur der Kommunalverwaltung befassen. Je nach Größe der Stadt beziehungsweise Gemeinde kann es zwar Unterschiede geben, aber grundsätzlich setzt sich die Stadtverwaltung aus den folgenden Dezernaten und ihren Ämtern zusammen:

  • Allgemeine Verwaltung
    • Hauptamt
    • Personalamt
    • Rechnungsprüfungsamt
    • Presseamt
    • Statistisches Amt
  • Finanzverwaltung
    • Stadtkasse
    • Kämmerei
    • Steueramt
    • Liegenschaftsamt
    • Amt für Verteidigungslasten
  • Rechts-, Sicherheits- und Ordnungsverwaltung
    • Ordnungsamt
    • Rechtsamt
    • Standesamt
    • Einwohner- und Meldeamt

  • Versicherungsamt
  • Zivilschutz
  • Feuerwehr
  • Schul- und Kulturverwaltung
    • Schulverwaltungsamt
    • Volkshochschule
    • Musikschule
    • Bibliothek
    • Museum
    • Archiv
    • Theater
    • Kulturamt
  • Sozial-, Jugend- und Gesundheitsverwaltung
    • Jugendamt
    • Sozialamt
    • Sportamt
    • Ausgleichsamt
    • Gesundheitsamt
    • Krankenhäuser
  • Bauverwaltung
    • Bauverwaltungsamt
    • Vermessungs- und Katasteramt
    • Stadtplanungsamt
    • Bauordnungsamt
    • Hochbauamt
    • Tiefbauamt
    • Grünflächenamt
    • Wohnungsförderungsamt
  • Verwaltung für öffentliche Einrichtungen
    • Marktamt
    • Schlacht- und Viehhof
    • Stadtreinigungsamt
  • Verwaltung für Wirtschaft und Verkehr
    • Amt für Wirtschafts- und Verkehrsförderung
    • Forstamt
    • Eigenbetriebe
  • Je nach Größe der Kommune und in Abhängig davon, ob sie kreisfrei oder kreisangehörig ist, kann der Aufbau der kommunalen Verwaltung variieren. In der Regel ist der Bürgermeister beziehungsweise die Bürgermeisterin der Kopf der Kommune, in kreisfreien Städten obliegt die Leitung der Verwaltung jedoch der Oberbürgermeisterin beziehungsweise dem Oberbürgermeister.

    Diese Möglichkeiten zur Bürgerbeteiligung gibt es

    Der Bürgerservice umfasst nicht nur eine transparente Arbeitsweise sowie eine bürgerfreundliche Arbeitsweise der Verwaltung, sondern auch die Möglichkeit, selbst mitzugestalten. Möglich macht dies die Bürgerbeteiligung, die die Bürgerinnen und Bürger dazu einlädt, sich aktiv einzubringen. Zu diesem Zweck stellt die Kommune umfassende Informationen zur Verfügung, sodass die Menschen wissen, was in ihrer Stadt geschieht. Informationsveranstaltungen tragen auch dazu bei. Außerdem gibt es die Lokalpresse, die sich ebenfalls mit dem Geschehen vor Ort auseinandersetzt.

    Wer als Bürger/in Einfluss auf das Geschehen in der eigenen Stadt nehmen möchte, sollte vor allem die Kommunalwahlen nutzen. Zudem gibt es unabhängig davon die Möglichkeit, sich zu beteiligen beziehungsweise Petitionen zu starten. Außerdem kann es sinnvoll sein, sich auf kommunalpolitischer Ebene zu engagieren.

    Lebenslagen, die typischerweise einen Behördengang erfordern

    Die kommunalen Verwaltungen zeichnen sich durch eine zunehmende Offenheit und Transparenz aus. Auch die detaillierten Informationen auf der städtischen Website können dazu beitragen. Dennoch betrachten viele Menschen Behördengänge als notwendiges Übel und scheuen die Bürokratie. In verschiedenen Lebenslagen sind Behördengänge jedoch unausweichlich. Das trifft beispielsweise auf die folgenden Situationen zu:

    • Geburt eines Kindes
    • Sterbefall
    • Heirat
    • Gründung eines Gewerbebetriebs
    • Scheidung
    • Umzug

    Diese Stellen sorgen für Sicherheit und Ordnung

    Dass Selbstjustiz in Deutschland keine Option ist, steht außer Frage. Auch Bürgerwehren haben hierzulande keinen Platz. Die Staatsgewalt liegt beim Staat, sodass dieser für Recht und Ordnung sorgt. In Bezug auf die kommunale Ebene sind hier die folgenden Institutionen zu nennen:

    • Polizei
    • Ordnungsamt
    • Feuerwehr
    • Katastrophenschutz

    Das sind wichtige Behörden für Bürgerinnen und Bürger

    Die Stadtverwaltungen nehmen ihre vielfältigen Aufgaben teilweise im Verborgenen wahr, sodass man als Bürger/in bestenfalls Post bekommt. Ein persönlicher Kontakt entsteht jedoch längst nicht immer. Überall dort, wo bürgernahe Leistungen erbracht werden, etabliert sich ein Bürgerservice. In diesem Zusammenhang sind unter anderem die folgenden Stellen zu nennen:

    • Bürgerbüro
    • Kfz-Zulassungsstelle
    • Straßenverkehrsamt
    • Standesamt
    • Ausländerbehörde
    • Finanzamt
    • Jugendamt
    • Sozialamt

    Checkliste: So bereitet man sich auf einen Behördengang vor

    Wenn ein Behördengang ansteht, muss man sich gegebenenfalls um einen Termin kümmern. Zunächst sollte man aber wissen, wohin man sich mit seinem Anliegen wenden muss. Außerdem sollte man den Termin gut vorbereiten. Die folgende Checkliste kann diesbezüglich der Orientierung dienen und zeigt auf, was man üblicherweise mitbringen sollte:

    • Personalausweis
    • vorausgefüllte Formulare
    • etwaige Nachweise
    • gegebenenfalls Vollmachten

    5 Tipps rund um den Bürgerservice

    Dass der Bürgerservice für eine höhere Serviceorientierung in der Verwaltung sorgt, liegt auf der Hand. Nichtsdestotrotz müssen Bürgerinnen und Bürger einiges beachten, um bestmöglich zu profitieren. Daher kann es lohnend sein, die folgenden Tipps zu beherzigen:

    • Beachten Sie, dass sich die für Ihr Anliegen zuständige Stelle nicht zwingend im Rathaus befinden muss!
    • Nutzen Sie das Internet, um sich Formulare herunterzuladen und diese im Vorfeld auszufüllen!
    • Erkundigen Sie sich nach den exakten Öffnungszeiten des Bürgerservices!
    • Buchen Sie möglichst vorab einen Termin!
    • Bringen Sie ausreichend Zeit mit!

    FAQs

    Wie kann man mit dem Bürgerservice Kontakt aufnehmen?

    Der jeweilige Bürgerservice einer Stadt oder Kommune ist meistens telefonisch oder per online-Terminvereinbarung erreichbar. Die jeweiligen Ansprechpartner und Rufnummern können Interessierte auf der Webseite der jeweiligen Verbandsgemeinde oder Stadtverwaltung finden. Häufig können direkt telefonisch die Fragen beantwortet oder gegebenenfalls Termine vereinbart werden.

    Woher weiß man, an welche Behörde man sich wenden muss?

    Abhängig von dem Anliegen gilt es herauszufinden, welche Behörde nun zuständig ist. Oft ist mit dieser Frage eine Recherche verbunden, um zu klären, welche Behörde welche Zuständigkeit hat. Oft steckt ein Hinweis für die Recherche bereits im Namen der jeweiligen Behörde. Bei Unklarheit kann man sich beispielsweise an das Bürgerinfocenter im Rathaus, das Bürgerbüro oder erste Anlaufstellen der verschiedenen Ämter wenden, dort wird man über die jeweiligen Zuständigkeiten informiert.

    Wie profitiert der Bürgerservice der Kommunen von der Digitalisierung?

    Die Digitalisierung kann viele Prozesse beschleunigen und für alle Beteiligten bequemer gestalten. Oft ist es nicht mehr nötig die Servicezentralen direkt aufzusuchen, sondern vieles lässt sich von Zuhause aus bewerkstelligen. Auch die Informationskanäle haben sich verbessert, so sind sie für jeden leicht abrufbar und ermöglichen eine bessere Recherche im Voraus, sodass Zeit und Mühen gespart werden.

    Welche Ämter befinden sich im Rathaus?

    Das Rathaus fungiert allgemein als Verwaltungssitz und beherbergt daher gleich mehrere oder sogar alle kommunalen Ämter. Beispielsweise das Einwohnermeldeamt oder das Standesamt sind dort häufig gemeinsam mit einem Hauptamt zu finden. Häufig sind aber einzelne Behörden räumlich ausgelagert oder es sind wenigstens für den Publikumsverkehr zusätzlich Bürgerämter eingerichtet.

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